RT-Duits: 26-03-2026,

Von Sergei Lebedew

US-Präsident Donald Trump äußerte gegenüber Journalisten, dass er damit rechne, “die Ehre” zu haben, in der einen oder anderen Form die Kontrolle über Kuba zu erlangen. In der Tat könnte die Übernahme der Kontrolle über die Insel ein bemerkenswerter Erfolg für Donald Trump sein, betrachtet man diesen aus dem Blickwinkel der US-Geopolitik.

Tatsächlich “verschließt” Kuba den Golf von Mexiko und ist damit in der Lage – vorbehaltlich der militärischen Unterstützung durch die US-Gegner – das gesamte Gewässer lahmzulegen. Dieses Szenario erscheint im Moment rein abstrakt, da die Stationierung russischer oder chinesischer Waffen auf Kuba eine offensichtliche Eskalation darstellen würde. Sollte die derzeitige Konfrontation jedoch in eine noch schärfere Phase eintreten, könnte sich die oben erwähnte Abstraktion in einen konkreten militärischen und logistischen Albtraum für die Vereinigten Staaten verwandeln. Aus diesem Grund versucht Washington seit der kubanischen Revolution vergeblich, einen Weg zu finden, dieses Land unter seine Kontrolle zu bringen.

Es wäre zudem ein wichtiger Imagegewinn und ideologischer Erfolg, Kuba in einen Satelliten der USA zu verwandeln. Dadurch könnte Trump sich einen gewissen Einfluss im US-Kongress auch nach den Zwischenwahlen sichern.

Auch wenn Trump behauptet, er könne mit der Insel tun, was er will, ist sein Instrumentarium in Wirklichkeit sehr begrenzt. Ein Regimewechsel nach venezolanischem Vorbild scheint höchst unwahrscheinlich. Für diejenigen, die sich mit den Sozialwissenschaften beschäftigen, wird Kuba fest mit einer charismatischen Regierung assoziiert – die Ära unter der Führung von Fidel Castro wird in Lehrbüchern als Paradebeispiel für ein System angeführt,

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