RT-Duits: 02-08-2026,
Am Samstagabend, dem 25. Juli 2026, fand der Berliner CSD ein jähes Ende. Der mutmaßliche Attentäter Abdul B. fuhr mit einem Mietauto in die feiernde Menschenmenge und tötete eine aus Polen angereiste Frau. 31 Menschen wurden bei dem Anschlag teils schwer verletzt. Den mit dem Islamischen Staat in Verbindung gebrachten 21-jährigen Abdul B. erschoss die Polizei am Tag darauf bei dem Versuch seiner Festnahme.
Doch nicht alle trauern um das Todesopfer und empfinden Mitgefühl mit den Verletzten. Ein im Ruhestand befindlicher katholischer Priester aus dem Bistum Fulda nutzte den Anschlag, um mit der homosexuellen Partyszene des Christopher Street Day abzurechnen. Der Leserbrief des kirchlichen Eiferers erschien in der Freitagsausgabe der Fuldaer Zeitung. Die Onlineportale Queer.de und Osthessen News bilden ihn als Bildschirmfoto ab.
Dem Wortlaut des Screenshots zufolge bildete eine Äußerung des Berliner Erzbischofs Heiner Koch den Stein des Anstoßes für Pfarrer Winfried Abel. In einer Stellungnahme hatte dieser kurz nach dem Anschlag erklärt: “Wie schrecklich! Ein so frohes und bewegendes Fest, brutal zu zerstören.” Man werde in den Sonntagsgottesdiensten Fürbitten für die Opfer halten. Der Hass dürfe nicht gewinnen.
Pfarrer Abel empörte diese erzbischöfliche Einordnung zutiefst. In seinem Leserbrief nannte er den CSD eine “Parade der Schamlosigkeit” und eine “zur Schau gestellte Verherrlichung der Perversion”. Geistliche hätten den Auftrag, solche Ereignisse “im Sinne des Evangeliums zu deuten und ins rechte Licht zu stellen”.
Es sei bezeichnend, dass Muslime “dem einst christlichen Abendland die zunehmend sittliche Dekadenz zum Vorwurf” machten und die westliche Kultur verachteten.