RT-Duits: 03-05-2026,
Es war in letzter Zeit verdächtig ruhig geworden um das Thema der Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden, die die Vertreter Deutschlands und der USA beim Washingtoner NATO-Gipfel im Juli 2024 verkündet hatten. Das war noch unter den mittlerweile Vergangenheit gewordenen Regierungen von Olaf Scholz und Joe Biden. Die Vereinbarung beinhaltete die Aufstellung von Tomahawk-Marschflugkörpern, Raketen des Typs SM-6 und der noch in der Entwicklung befindlichen Überschallwaffe “Dark Eagle” ab dem Jahr 2026.
Als Begründung gab die Bundeswehr eine angebliche Bedrohung durch Russland an, das nuklearfähige Iskander-Raketen in der Region Kaliningrad stationiert habe. Die Stationierung der US-Mittelstreckenwaffen sollte nur zeitweilig erfolgen, um eine Fähigkeitslücke der Europäer zu schließen, die noch keine eigenen Waffen dieser Reichweite hätten. Dies sei wahrscheinlich erst in fünf oder sieben Jahren (also 2029 oder 2031) der Fall. Bis dahin planten die Europäer, eigene konventionelle Mittelstreckenwaffen zur Verfügung zu haben. Dabei verwies die Bundeswehr auf das Gemeinschaftsprojekt ELSA (European Long-Range Strike Approach).
Nun berichten US-Medien (unter anderem Reuters) unter Berufung auf Quellen aus dem Pentagon, Donald Trump habe die Stationierung dieser Überbrückungswaffen abgeblasen. Diese Schlussfolgerung ziehen die US-Journalisten aus dem Umstand, dass nicht nur vom Abzug einer derzeit in Deutschland stationierten Kampfbrigade die Rede ist, sondern auch davon, dass das Pentagon ein Fernartilleriebataillon gar nicht erst in die BRD entsenden wird.
Die Entsendung des Bataillons hatte noch die Biden-Regierung beschlossen, sie hätte in diesem Jahr stattfinden sollen. In die Zuständigkeit dieses Bataillons wären demnach die US-Mittelstreckenwaffen gefallen.