RT-Duits: 29-07-2026,
Gestern fand in Washington die Trauerfeier für den US-amerikanischen Senator und Bellizisten Lindsey Graham statt. Neben anderen internationalen Gästen wie Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war auch der Kiewer Verwaltungschef Wladimir Selenskij in der US-amerikanischen Hauptstadt zugegen. Mit US-Präsident Donald Trump führte Selenskij vor der Gedenkfeier ein Gespräch, über das zunächst nur wenig nach außen drang.
Im Interview mit dem Fox News-Moderator Sean Hannity ließ Selenskij dann die vermeintliche Bombe platzen: Der US-amerikanische Präsident habe ihm zugesagt, der Ukraine Zugriff auf die Lizenzen zu gewähren, damit sie die so dringend benötigten Patriot-Flugabwehrraketen selbst herstellen könne.
Auch aufgrund des materialintensiven US-amerikanischen Angriffskriegs gegen Iran herrscht derzeit weltweit ein großer Mangel an diesen Raketensystemen. Die ukrainischen Bestände sollen weitgehend erschöpft sein. Eine US-amerikanische Bestätigung der von Selenskij behaupteten Zusage Trumps gibt es bislang nicht. Auch auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur gab es keine Reaktion.
Auf der Plattform X postete Selenskij ein Video, das ihn beim Händeschütteln mit Vertretern des US-amerikanischen Rüstungskonzerns Lockheed Martin zeigt. Man arbeite bereits an konkreten Lösungen, um so schnell wie möglich zur Ko-Produktion von Patriot- und anderen Waffensystemen übergehen zu können, heißt es in dem beigefügten Text.
Gegenüber der US-amerikanischen Nachrichtenwebseite Axios betonte Selenskij noch einmal die Bedeutung, die die Patriot-Systeme für die ukrainische Kriegsführung hätten: Es gelte, eine “Winterkatastrophe” zu vermeiden. Ohne die Luftverteidigung durch die Patriot-Systeme bestehe die Gefahr einer humanitären Krise infolge russischer Bombardierungen ukrainischer Kraftwerke.