RT-Duits: 31-07-2026,

Spanien hat zur Verstärkung der Sicherheitskräfte Truppen in seine nordafrikanische Exklave Ceuta entsendet, nachdem am Donnerstag Tausende Migranten von Marokko aus in das Gebiet geschwommen waren. Spanien und Marokko haben zudem nach einem massiven Grenzansturm auf die spanische Exklave Ceuta ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Innerhalb von 24 Stunden sollen nach Angaben des spanischen Innenministeriums fast 50.000 Menschen die Grenze illegal überquert haben. Mindestens 19 Tote wurden aus dem Mittelmeer geborgen.

Ceutas Regierungschef Jesús Vivas beziffert inzwischen die Zahl der irregulär in die spanische Exklave gelangten Migranten auf rund 60.000. Eine solche Größenordnung entspreche, auf ganz Spanien hochgerechnet, etwa 34 Millionen Menschen, die binnen 24 Stunden einreisten, sagte Vivas.

Spanien kündigte an, illegal Eingereiste möglichst schnell zurückzuführen, obwohl ein Gericht die sofortige Zurückweisung an der Grenze eingeschränkt hatte. Spanien gab inzwischen an, über 25.000 Migranten von Ceuta nach Marokko zurückgeschickt zu haben.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Exklave Ceuta inzwischen besucht. Dort erklärte er, Spanien werde die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Marokko fortsetzen. Ziel sei es unter anderem, die kriminellen Netzwerke zu bekämpfen, die seit Jahren Menschen schmuggeln.

Spanish PM Pedro Sánchez in Ceuta:

We will continue cooperating with our neighboring country, Morocco, not only to combat the criminal networks that have been trafficking human beings over these past years.

We also want to express our sorrow for the number of human lives that… pic.twitter.com/snwjiO1fgi

— Clash Report (@clashreport) July 31, 2026

Ceuta und Melilla sind spanische Exklaven auf dem afrikanischen Kontinent und zugleich die einzigen Landgrenzen der Europäischen Union zu Afrika.

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