RT-Duits: 31-07-2026,

Einmal jährlich veranstaltet der Deutsche Beamtenbund eine große Umfrage mit dem Titel Bürgerbefragung. Sie dreht sich zu einem großen Teil um den öffentlichen Dienst, liefert aber auch in anderen Bereichen immer wieder spannende Erkenntnisse ‒ vor allem, weil zu vielen Fragen auch mitgeliefert wird, wie sich die Antworten seit 2019 entwickelt haben.

Schon bei der ersten Frage ist eine deutliche Entwicklung zu sehen. Dabei wird gefragt, ob der Staat in der Lage sei, seine Aufgaben zu erfüllen oder nicht. In der neuen Umfrage glauben nur noch 17 Prozent, dass er in der Lage sei ‒ 79 Prozent glauben es nicht. Schon 2019 waren die Werte mit 34 und 61 Prozent nicht umwerfend, aber seitdem ging das Vertrauen, mit Ausnahme einer kurzen Verbesserung ausgerechnet in den Corona-Jahren, stetig weiter zurück ‒ in Ost etwas stärker (14 Prozent) als in West (17 Prozent), aber die Tendenz ist gleich. Das gilt auch quer durch alle Altersgruppen. Sortiert nach Parteisympathie fallen nur die Anhänger der CDU/CSU deutlich heraus, von denen nur 49 Prozent sagen, der Staat könne seine Aufgaben nicht erfüllen.

Dabei haben sich die Felder des Scheiterns etwas verschoben: Das Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik sehen nur noch 13 Prozent als den Hauptbereich der Überforderung ‒ im vergangenen Jahr waren es noch 30. Bei der Steuer- und Finanzpolitik vertreten mittlerweile 18 Prozent diese Ansicht. Hier ist einer der deutlichsten Anstiege ‒ 2025 waren das noch 13 Prozent. Noch klarer erkennbar sind die Sorgen um die soziale Sicherheit, bei der 26 Prozent glauben,

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