RT-Duits: 25-03-2026,

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat die USA indirekt für das gravierende Flugzeugunglück in der Provinz Putumayo verantwortlich gemacht. Am Dienstag (Ortszeit) hinterfragte der linke Politiker bei einer Sitzung des Ministerrats die Annahme von Militärtechnik-Spenden aus den USA. Damit reagierte er auf die Tatsache, dass der am Montag abgestürzte Militärtransporter nach fast 40 Jahren Dienst in den USA im Rahmen des Programms “Überschüssige Verteidigungsgüter” (EDA) den kolumbianischen Streitkräften zur Verfügung gestellt worden war. Petro warf der Regierung in Washington vor, an ihre Verbündeten obsolete Ausrüstung zu verschenken. Somit werde die Würde Kolumbiens verhöhnt:

“Warum schenken die USA das Flugzeug, statt es selbst weiterhin zu nutzen? Sie modernisieren nämlich ihre Flotte und schreiben das Obsolete ab, wobei sie die Angewohnheit haben, es ihren Verbündeten zu schenken.”  

In diesem Zusammenhang betonte der Staatschef, dass solche Spenden eine sehr kostspielige Wartung erforderten und somit sein Land “teurer” zu stehen kämen, als wenn Kolumbien brandneue Ausrüstung kaufte. Petro plädierte vor diesem Hintergrund für die Weiterentwicklung der eigenen Waffenproduktion, um die Unabhängigkeit von den USA in diesem Bereich zu stärken.       

“Die Streitkräfte können die Nation nur dann verteidigen, wenn sie autonom sind und von keiner anderen Nation abhängen.”

Es dürfe nicht sein, dass man das Land mit geschenkten Waffen verteidige, betonte der Staatschef.

Am Montagmorgen (Ortszeit) war in der südkolumbianischen Provinz Putumayo ein Militärflugzeug mit 128 Menschen an Bord abgestürzt. Die Lockheed C-130 Hercules hob vom Flughafen der Ortschaft Puerto Leguízamo ab und war in die Gemeinde Puerto Asís in derselben Provinz unterwegs.

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