RT-Duits: 20-06-2026,
Von Rainer Rupp
Im Ukraine-Krieg behalten die russischen Streitkräfte weiterhin entlang der gesamten Front die Initiative. In den vergangenen Tagen konzentrierten sich die russischen Operationen vor allem auf den Donbass, wo sie wieder etliche strategische Durchbrüche erzielen konnten. Ziel ist offenbar die Eroberung der verbliebenen ukrainischen Stellungen bei den Industriestädten Kramatorsk und Slawjansk. Den Weg dahin haben bis vor wenigen Tagen zwei befestigte Stützpunkte, das bedeutende Malaja Piskunowka und Rai-Alexandrowka, blockiert. Beide sind inzwischen von russischen Einheiten erobert worden, und der Vormarsch der Russen hat sich wieder beschleunigt. Von der erhöhten Lage von Malaja Piskunowka aus können russische Kräfte nun weite Teile von Slawjansk sowie die Zufahrtswege zur Stadt unter Feuer nehmen. Derweil befinden sich die Kämpfe um Konstantinowka in der Endphase. Die verbliebenen ukrainischen Einheiten sind eingeschlossen, sämtliche Nachschubwege unter russischer Kontrolle.
Parallel dazu führten russische Streitkräfte großangelegte Drohnen- und Raketenangriffe auf militärische Ziele in mehreren ukrainischen Städten durch. Ukrainische Kräfte griffen indes Brückenverbindungen zur Krim an, um die Versorgung der Halbinsel mit Treibstoffen zu stören. Inzwischen ist das wenige Tage andauernde Problem jedoch wieder gelöst, und die langen Autoschlangen vor den Tankstellen auf der Krim sind übereinstimmenden Berichten zufolge verschwunden.
In der vergangenen Woche und zu Beginn dieser Woche unternahm die Ukraine drei separate Angriffe auf Ziele in Moskau. Der jüngste Angriff in der Nacht zum 18. Juni mit mehr als 360 ukrainischen Drohnen aller Art ist nach russischen Angaben der größte Versuch dieser Art seit Beginn des Konflikts. 80 ukrainische Langstreckendrohnen wurden abgefangen.