Anti-Spiegel: 08-06-2024,

Ich habe vor einigen Tagen angekündigt, dass ich russische Reportagen über das Leben in Afghanistan unter den Taliban übersetzen werde. Ein Korrespondent hat kürzlich das ganze Land bereist und jeden Sonntag wurde im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens eine seiner Reportagen ausgestrahlt. Ich habe die Reportagen übersetzt und veröffentliche nun jeden Tag eine davon.

In diesem sechsten Teil ging es um das Leben in Kandahar, der angeblich gefährlichsten Stadt in Afghanistan.

Beginn der Übersetzung:

Eine der gefährlichsten Städte Afghanistans

Noch vor kurzem war es der absolute Wahnsinn, diese Strecke zu befahren. Bevor die Taliben vor drei Jahren die Macht übernahmen, kontrollierten sie hier jedes Dorf. Regierungs- und Koalitionstruppen konnten nur auf dem Luftweg von Kabul nach Kandahar gelangen. Und alle Versuche, diesen Teil Afghanistans irgendwie zu kontrollieren, waren zum Scheitern verurteilt. In der an Kabul angrenzenden Provinz war es besonders heiß.

Die Provinz Wardak war immer das stärkste Zentrum des Widerstandes gegen ausländische Armeen, ob sowjetische oder amerikanische. Letztere haben jedoch nicht versucht, mit der Zivilbevölkerung zu verhandeln. Sie haben die Dörfer einfach bombardiert und mit Raketen beschossen.

Tausende von Häusern, die durch die Bomben zerstört wurden, müssen noch wieder aufgebaut werden. Aber gepanzerte Fahrzeuge und schwere Armeelaster sind nicht hierher gekommen. Der alte Asphalt der sowjetischen Straßenbauer hat sich nicht in Schlaglöcher verwandelt. Die 500 Kilometer von Kabul nach Kandahar sind in zehn Stunden zu schaffen. Das Wichtigste ist, dass es jetzt sicher ist. Alle Schrecken dieser Strecke endeten,

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