UncutNews: 02-04-2026,
Pepe Escobar
Niemand wettet darauf, dass die meisten GCC-Petromonarchien in Westasien erkannt haben, wohin der Wind weht.
China und Pakistan veröffentlichten eine gemeinsame 5-Punkte-Erklärung zum Krieg gegen den Iran, die auf den ersten Blick so schwach wirken könnte, wie es nur geht:
- Sofortiger Waffenstillstand und humanitärer Zugang zu allen betroffenen Gebieten.
- Frühe Friedensgespräche; Respekt vor der Souveränität Irans und der Golfstaaten; Diplomatie statt Gewalt.
- Schutz von Zivilisten und nichtmilitärischer Infrastruktur gemäß internationalem Recht.
- Sicherheit der Schifffahrtswege, insbesondere der Straße von Hormus.
- Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen und eines auf der UN-Charta basierenden Friedensrahmens.
Trotz der grenzenlosen Begeisterung von Pakistans Außenminister Ishaq Dar klingt das wie eine Sammlung von Klischees ohne Biss. Dar stellte stark heraus, dass sowohl die USA als auch der Iran ihr „Vertrauen“ in Pakistans Vermittlung geäußert hätten. Das ist äußerst fragwürdig.
Ein mögliches Szenario: China war überhaupt nicht überzeugt von den Gesprächen eines „Quad“ – der Außenminister von Pakistan, der Türkei, Saudi-Arabiens und Ägyptens – bei einem Treffen in Islamabad. Daher musste Dar nach Peking eilen, um schwierige Fragen zu beantworten.
Vor allem konnte China unmöglich riskieren, Garant für einen Nicht-Plan zu werden, der mit Sicherheit in kürzester Zeit von dem „Baboon of Barbaria“ bombardiert würde.
Natürlich steckt viel mehr dahinter. Aber das muss streng zwischen China und dem Iran besprochen werden. Dar musste nach Peking reisen, weil Teheran Pakistan nicht vollständig vertraut – ganz zu schweigen von den Türken und Arabern.