UncutNews: 18-06-2026,

Der russische Politologe und Kreml-nahe Außenpolitik-Vordenker Sergej Karaganow hat in einem ausführlichen Interview mit der Journalistin Diana Pantschenko seine bisher wohl schärfsten Aussagen zum Krieg in der Ukraine, zur NATO und zur Zukunft Europas gemacht. Karaganow, der seit Jahren zu den einflussreichsten strategischen Denkern Russlands zählt, zeichnet das Bild eines Westens, der Russland bewusst in einen langen Abnutzungskrieg treiben wolle, und fordert offen eine Eskalation bis hin zu Angriffen auf europäische Staaten.

„Der Westen führt Krieg gegen Russland auf ukrainischem Boden“

Karaganow vertritt die Auffassung, dass der Krieg in der Ukraine nie ein rein ukrainisch-russischer Konflikt gewesen sei. Vielmehr hätten die USA und ihre Verbündeten Russland bewusst in eine strategische Falle gelockt.

Nach seiner Darstellung sei das eigentliche Ziel Washingtons gewesen, Russland entweder militärisch zu besiegen oder dauerhaft zu schwächen, um sich anschließend auf die Auseinandersetzung mit China konzentrieren zu können. Europa spiele dabei die Rolle eines ausführenden Akteurs, während die Ukraine lediglich als Schlachtfeld diene.

Karaganow argumentiert, dass der Westen auf eine langfristige Erschöpfung Russlands setze. Deshalb müsse Moskau den Konflikt beenden, bevor die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belastungen zu groß würden.

Forderung nach Angriffen auf NATO-Staaten

Besonders brisant sind Karaganows Aussagen zur Zukunft des Krieges.

Er erklärt ausdrücklich, dass Russland seiner Ansicht nach innerhalb des kommenden Jahres deutlich härter gegen jene europäischen Staaten vorgehen müsse, die Waffen, Ausbildung und logistische Unterstützung für die Ukraine bereitstellen. Dabei nennt er insbesondere Deutschland, Polen, Rumänien und Großbritannien.

Deutschland steht für ihn dabei im Mittelpunkt.

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