UncutNews: 21-06-2026,
Eigentlich sollte die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in Genf stattfinden. Doch wenige Stunden vor dem erwarteten Treffen änderte sich plötzlich alles. Die Unterzeichnung wurde verschoben, der Ort wechselte nach Versailles, und die Gespräche gerieten erneut in Gefahr. Nach Angaben des geopolitischen Analysten Pepe Escobar und seines Gesprächspartners Zulfiqar Ali steckt hinter dieser Entwicklung weit mehr als ein diplomatischer Zwischenfall.
In ihrer Sendung „Transition Protocol“ berichten beide von Informationen aus Verhandlungskreisen, die nach eigenen Angaben direkt von Personen stammen sollen, die an den Gesprächen beteiligt waren. Im Mittelpunkt steht dabei ein Vorwurf, der, sollte er sich bestätigen, die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten weiter verschärfen könnte.
Nach Angaben Escobars habe es eine „sehr glaubwürdige Bedrohung“ gegeben, wonach der israelische Geheimdienst Mossad Anschläge auf Teile oder sogar die gesamte iranische Delegation in der Schweiz geplant haben könnte. Die Informationen seien laut den Moderatoren vom pakistanischen Geheimdienst abgefangen worden.
„Es gab eine glaubwürdige, sehr glaubwürdige Bedrohung, dass der Mossad ein oder zwei oder möglicherweise die gesamte iranische Delegation in der Schweiz ermorden könnte“, sagte Escobar.
Die Informationen seien anschließend unmittelbar an die iranische Führung weitergeleitet worden. Nach Darstellung der Gesprächspartner habe dies maßgeblich dazu beigetragen, dass die iranische Delegation auf eine hochrangige Teilnahme in der Schweiz verzichtete.
Stattdessen sollen lediglich Vertreter niedrigerer Ebenen in der Schweiz geblieben sein, während die eigentliche politische Entscheidungsebene Abstand von der Reise nahm.
Für Escobar handelt es sich dabei nicht um eine gewöhnliche Krise um einen Waffenstillstand.